Spitex in der Schweiz finden
Was ist Spitex?
Spitex steht für spitalexterne Hilfe und Pflege – also Pflege und Betreuung, die zu Hause statt im Spital oder Pflegeheim erfolgt. Spitex-Mitarbeitende unterstützen ältere und kranke Menschen dort, wo sie sich am wohlsten fühlen: in den eigenen vier Wänden. So bleibt Selbstständigkeit erhalten, und ein Umzug ins Pflegeheim lässt sich oft hinauszögern oder ganz vermeiden.
In der Schweiz gibt es rund 700 private und knapp 600 öffentliche Spitex-Organisationen. Sie reichen von grossen regionalen Diensten bis zu kleinen spezialisierten Anbietern. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Leistungen Spitex umfasst, was sie kostet und wie Sie den passenden Dienst in Ihrer Region finden.
Was macht die Spitex?
Pflege (KLV)
Medizinische Behandlungspflege wie Wundversorgung, Medikamente, Injektionen oder Blutdruckkontrolle – auf ärztliche Anordnung.
Grundpflege
Unterstützung bei Körperpflege, Ankleiden, Mobilität und Ernährung im Alltag.
Hauswirtschaft
Haushaltshilfe, Einkaufen, Kochen und Wäsche – damit der Alltag zu Hause gelingt.
Betreuung & Entlastung
Gesellschaft, Begleitung und stundenweise Entlastung für pflegende Angehörige.
Spezialisierte Pflege
Demenz-, Palliativ- oder psychiatrische Pflege durch entsprechend geschulte Fachpersonen.
Beratung
Beratung zu Hilfsmitteln, Ernährung und Organisation der Pflege zu Hause.
Private und öffentliche Spitex – wo liegt der Unterschied?
In der Schweiz gibt es zwei Arten von Spitex-Diensten. Beide erbringen dieselben Kernleistungen und rechnen die Pflege über die Krankenkasse ab. Die Unterschiede liegen vor allem in der Organisation, der Flexibilität und den Zusatzleistungen.
Öffentliche (gemeinnützige) Spitex
Getragen von Gemeinden oder Vereinen, mit Versorgungsauftrag für eine Region. Sie nimmt grundsätzlich alle Patientinnen und Patienten auf und ist flächendeckend verfügbar. Die Zeiten sind teils weniger flexibel als bei privaten Anbietern.
Private Spitex
Gewinnorientierte Unternehmen, oft mit flexibleren Einsatzzeiten, festen Bezugspersonen und Zusatzangeboten wie 24-Stunden-Betreuung. Die pflegerischen Grundleistungen werden ebenfalls von der Grundversicherung übernommen; für Zusatzleistungen können Kosten anfallen, die selbst zu tragen sind.
Welche Lösung passt, hängt vom individuellen Bedarf ab. Mehr dazu im Ratgeber: Private vs. öffentliche Spitex im Vergleich.
Was kostet die Spitex?
Die medizinische Pflege (Grund- und Behandlungspflege) wird von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen. Pro Tag fällt jedoch ein gesetzlicher Patientenbeitrag an, und die Kantone regeln die Restfinanzierung unterschiedlich. Hauswirtschaftliche und betreuerische Leistungen werden in der Regel nicht von der Grundversicherung gedeckt und sind meist selbst zu bezahlen.
Wie sich die Kosten im Detail zusammensetzen, was die Krankenkasse zahlt und mit welchen Beträgen Sie rechnen müssen, lesen Sie hier:
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Spitex – häufig gefragt
Grundsätzlich alle Personen, die aufgrund von Krankheit, Alter oder nach einem Spitalaufenthalt Pflege oder Unterstützung zu Hause benötigen. Für die von der Krankenkasse übernommene Pflege ist eine ärztliche Verordnung nötig.
Die Ärztin oder der Arzt stellt eine Bedarfsabklärung aus. Auf dieser Grundlage erstellt die Spitex einen Pflegeplan und rechnet die Leistungen mit der Krankenkasse ab.
Ja. Sie können zwischen öffentlichen und privaten Anbietern wählen, sofern der gewählte Dienst über eine Zulassung zur Abrechnung mit der Krankenkasse verfügt.
Die Grundversicherung übernimmt die ärztlich verordnete Grund- und Behandlungspflege. Es bleibt ein gesetzlicher Patientenbeitrag pro Tag. Hauswirtschaftliche Leistungen sind in der Regel selbst zu bezahlen. Details unter Betreuung und Krankenkasse.
Die Spitex kommt für einzelne Einsätze ins Haus. Bei der 24-Stunden-Betreuung wohnt eine Betreuungsperson im Haushalt und ist rund um die Uhr präsent. Beide Formen lassen sich auch kombinieren.